
UNICEF-Mitarbeiter fahren jeden Tag Kinderheime ab, um die Versorgung sicherzustellen und Waisen vor Übergriffen zu schützen. 102 Waisenheime, oft informelle Einrichtungen in Hinterhöfen, wurden mittlerweile registriert. Immer wieder gibt es Beispiele, wie wichtig diese Arbeit ist: In einem der Heime trafen die UNICEF-Kollegen auf drei weiße Frauen, die ein eineinhalbjähriges Mädchen abholen wollten. Seine zehnjährige Schwester, die auch im Heim lebt, wollten sie nicht mitnehmen. Die UNICEF-Mitarbeiter schritten ein und machten klar, wie wichtig gerade jetzt ein stabiles Umfeld und der Kontakt zu Angehörigen für die Kinder sind.
Mittlerweile sind zwei Schutzzentren in Port-au-Prince in Betrieb, weitere sind im Aufbau. UNICEF hilft hier, unbegleitete Kinder zu registrieren und zu identifizieren. Das ist der wichtigste Schritt, um überlebende Angehörige zu finden und die Kinder vor Übergriffen zu schützen. Die Kinder werden hier auch betreut und können spielen. Hier ein Bild aus dem L’Escale-Zentrum – ein UNICEF-Mitarbeiter hat gerade den siebenjährigen Benoit hierher gebracht. Unsicher ist, ob seine Eltern bei dem Beben verstorben sind. Das zweite Bild zeigt drei Mädchen in Notbetten.

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